Jubiläumsbrief 2011

An alle Freunde, Förderer und Mitglieder                                                                                                           Mühltal, 25. August 2011
von Ekuthuleni Projekte e.V.

„Es sind nicht die großen Worte,

die in der Gemeinschaft Grundsätzliches bewegen,
es sind die vielen Taten der Einzelnen.“
 
– Mildred Scheel –

20 Jahre Helga Landsmann in Zimbabwe – 20 Jahre Ekuthuleni Simbabwe
11 Jahre Ekuthuleni Projekte e.V. –

Liebe Mitglieder, Freunde und Förderer der Ekuthuleni Carpentry Projekte,

wir hoffen und wünschen, Ihr hattet schöne und erholsame Ferien und startet mit neuer Energie in die zweite Jahreshälfte.
 
Die aktuellen Nachrichten in den Medien vom afrikanischen Kontinent sind erschreckend: Hunger, Dürre, politische Kämpfe und Krieg zeichnen ein düsteres Bild und ein Ende der Probleme ist nicht in Sicht.
 
11 Jahre Ekuthuleni zeigen aber, dass es eine Förderung zur Selbsthilfe geben kann, wenn auch nur regional und projektbezogen. 2000 gegründet, gibt der Verein jungen Männern die Chance auf Ausbildung und Arbeit und damit auf ein besseres Leben. Während ihrer Ausbildungszeit leben, arbeiten, lernen und wirtschaften die Jugendlichen gemeinsam. Neben dieser Ausbildung zum Schreiner wurden im Laufe der Zeit neue Projekte erschlossen. Dazu zählen die Reparatur von Schulmöbeln in Schulen der Region, Fabrikation von Holzgegenständen wie z.B. Wohnmöbel, Bilderrahmen u.ä. In der Ausbildungsstätte Gumtree gründete sich eine Schneidergruppe für Frauen, woraus eine Betreuungsgruppe  für deren Kinder entstand.
 
11 Jahre Ekuthuleni bedeutet 11 Jahre Unterstützung auf vielfältigste Art und Weise: neben Sachspenden und Mitgliedsbeiträgen erfuhr Helgas Arbeit in Zimbabwe Förderung durch verschiedene eigeninitiative Aktivitäten; stellvertretend möchte ich einige Beispiele benennen:

– „Licht der Hoffnung“ Spenden-Aktion der „Nürtinger Zeitung“
– Geldspenden anlässlich von Hochzeits- und Geburtstagsjubiläen
– Ski-/Kleiderbazare der Grund-/Hauptschule in Berg/Ravensburg zugunsten Ekuthuleni
– Spende der Druiden-Loge zu den 3 Linden/Nürtingen
– Große Benefiz-Aktion der Nürtinger Geschwister-Scholl-Realschule
– Theateraufführungen der Kolpingfamilie „Unterboihinger Kulissaschiaber“
– Waffelbacken an der Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule in Ober-Ramstadt/Darmstadt
– Infotag mit Adventskalenderverkauf an der Freien Comenius Schule Darmstadt
– Großzügige Privatspende der Familie unseres Praktikanten für den Kirchenraum in Gumtree
 
Zahlreiche Gruppen und Einzelpersonen erbrachten hohes Engagement zur Förderung unserer Ekuthuleni-Projekte. All diese Aktionen wurden mit viel Kreativität und Eigeninitiative gestaltet. Dies ist nicht selbstverständlich und zeigt das große Interesse an Helgas Arbeit in Zimbabwe. Wir sind davon sehr beeindruckt und möchten allen Spendern und Unterstützern, besonders allen ehrenamtlichen Mitarbeitern ganz herzlich danken.

Der Phantasie zur Unterstützung sind keine Grenzen gesetzt. So gibt es neben dem Verkaufs-Schlager „Der kleinste Adventskalender der Welt„ Ideen für Flohmärkte, Spielfeste, Konzerte und .. und .. und .. Ihr seid alle aufgerufen eure Ideen einzubringen und auch umzusetzen!

Durch regelmäßige Mitgliedsbeiträge, durch Sponsoring und Spenden versuchen wir die festen Kosten für Ausstattung und Unterkunft der Auszubildenden, Materialkosten oder einen Brunnenbau zu finanzieren. Jeder erbrachte Euro steht dem Projekt 100% zur Verfügung.

20 Jahre Helga Landsmann in Simbabwe – ein einmaliges Ereignis! Fast die Hälfte ihres bisherigen Erdendaseins verbringt Helga nun in Afrika. Geboren  aus einer Idee ist es nun fester Bestandteil ihres Lebens geworden oder besser gesagt – es ist ihr Leben.  Auf unseren europäischen Luxus bzw. die Soziale Sicherheit oder nur die Annehmlichkeiten des täglichen Lebens zu verzichten, nach Afrika zu gehen, ein Projekt aufzubauen stellt für uns etwas ganz Außergewöhnliches dar. Es zeugt von starker Persönlichkeit, dem Willen Veränderungen zu schaffen und ein Teil des afrikanischen Lebens zu werden. Für uns persönlich nicht vorstellbar, umso mehr würdigen wir diese Leistung. Es ist alles andere als einfach bei galoppierender Inflation, unter Enteignungen und politischer Verfolgung, mit Krankheiten und für uns undenkbaren Einschränkungen zu leben, zu arbeiten und dabei noch ein selbst gestecktes Ziel zu verwirklichen.

Ohne Helga Landsmann gäbe es kein Ekuthuleni-Projekt und auch nicht die Leidenschaft dafür in Deutschland. Es ist ihr ganz persönlicher Einsatz, der dies erst möglich macht.
Dafür sagen wir nochmals Danke!!!
 
An der Verwirklichung dieser Zielsetzung arbeiten viele Menschen mit: Förderer, Freunde und deren Familien. Besonders Helgas Familie möchten wir danken für deren wunderbare und beständige Unterstützung.
 
Helga freut sich über Briefe, E-Mails und Besucher: ob Schreiner oder Nichtschreiner, alle sind herzlich willkommen, bringen ihre Kenntnisse ein und nehmen neue Eindrücke aus Afrika mit nach Hause. Alle Besucher entwickeln die gute Idee weiter. Zum ersten Mal ist ein Praktikant in der Werkstatt, der das Jahr in Zimbabwe als Anerkennungsjahr genehmigt bekam.

Für die Finanzierung des Projektes reichen die Mitgliederbeiträge und die Erlöse des Adventskalender-Verkaufs nicht mehr aus. Es müssen Gelder für notwendige Reparatur- und Erhaltungsarbeiten an den Gebäuden und Fahrzeugen eingeplant werden, d.h. auch für die laufenden Kosten ist Ekuthuleni auf weitere Finanzmittel angewiesen.

Liebe Freunde Ihr seht – Spenden sind immer willkommen!
Und wir freuen uns über neue Mitglieder genauso wie über die Erhöhung von Mitgliedsbeiträgen, die eine sichere Finanzierung erleichtern!

Wir freuen uns über die Umsetzung kreativer Ideen zur Förderung der Ekuthuleni-Arbeit und auf ein persönliches Zusammentreffen mit Euch.

Herzliche Grüße
Eure Ekuthuleni-Vorstandsfrauen


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